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Zum gemeinnützigen Verein Al Samar e.V.

Der Verein Al Samar ist aktiv im Tschad tätig, einem Land, in dem die Mehrheit der Bevölkerung ums Überleben kämpfen muss.

Seit Mai 1994 setzt sich der Verein Al Samar e.V. für soziale Projekte im Tschad ein. Al Samar e.V. zieht eine Bilanz über seine Tätigkeiten im Tschad (Mittelafrika). Es begann mit einer Hütte als Klassenzimmer und einem Lehrer.

Durch ehrenamtliche Tätigkeiten vieler Mitwirkenden, Trommelgruppen, Tanzgruppen und Spender bzw. die Zusammenarbeit mit einigen Einrichtungen wie  das Jugendhaus Fuchsbau, Diakoniezentrum Heiligensee und Johannesstift Spandau-Hakenfelde und der Gleichstellungsbeauftragen von Reinickendorf sowie der GEW in Eckernförde konnte der Verein seine umfangreichen Projekte finanzieren.

Dank der Zusammenarbeit mit dem Berliner Verein DFFD konnte Al Samar e.V. auch folgende Projekte in den Ortschaften Lafana und Etena finanzieren:

  1. Erdnuß- und Hirsemühle für eine Frauenkooperative,
  2. Installation von Wasserpumpen, 
  3. den Bau eines Schulgebäudes sowie eine Gartenanlage.

Al Samar e.V. finanzierte im Dorf Mafaling, außer den Hauptprojekten wie Grund- und Realschule, Krankenstation, Frauenkooperative, Gartenanlage, Installation von Wasserpumpen, auch die Weiterbildung von Kindern. Sieben Jugendliche konnten nach Abschluss der Berufsausbildung eine Arbeit finden. Allein aus dem Dorf Mafaling sind fünf junge Männer ausgebildet worden und sind jetzt berufstätig. Zwei von ihnen arbeiten jetzt als Krankenpfleger  in der Krankenstation von Al Samar und einer als Lehrer in der Grundschule. Der fünfte Jugendliche, Mamat Dola, ist nach Abschluss seines Studiums (Licence en Lettres) an der Universität in Abéché (Mitteltschad) wieder ins Dorf zurückgekehrt und  unterrichtet dort Französisch und Englisch an der Al- Samar-Realschule. Er wurde  während des Besuchs des Gymnasiums in Koundoul (in der Nähe der Hauptstadt NDjaména) von dem Verein unterstützt.

Der Verein plant ab dem Jahr 2016  den Bau von 4 Kassenzimmern, einem Lehrerzimmer und Toiletten für die Realschule.

Helfen Sie. Spenden oder/bzw werden Sie Mitglied. Der Verein ist stolz darauf, dass er dazu beitragen kann, dass die jungen Menschen in ihrer Heimat bleiben.



Der frisch ausgebildete Krankenpfleger (Bild, Januar 2015)

Der gemeinnützige Verein sorgt auch für sauberes Trinkwasser. Er finanzierte schon mehrere Wasserpumpen in Dörfern Mafaling, Lafana, Etena, Koundoul sowie auf Feldern für die Bauern und Nomaden.

Weitere Förderprogramme werden von dem Verein finanziert wie zum Beispiel:

1. Im September 2014 finanzierte der Verein eine Erdnußschälmühle für Jugendliche in Mafaling. (Siehe Bild unten)

2. Ein anderer Schüler bekam nach Abschluss des Gymnasiums ein Startkapital für eine Handy-Aufladestation. 

3. Ausserdem finanziert der Verein  Führerscheine, um einen Job als Autofahrer zu ermöglichen.

Als kleiner privater Verein hat Al Samar e. V. damit nachhaltige Projekte für mittellose Menschen ins Leben gerufen. Mit nur 3.000 DM hat der Verein im Dorf Mafaling angefangen. Seit 2010 unterstützte der Verein auch die Lehrer des Nachbardorfs Lafana. Jetzt hat der Verein beschlossen, den beiden dort sehr engagierten Lehrern ein Gehalt von monatlich 50 Euro zu zahlen.

Der Verein bedankt sich für Eure Unterstützung.

Helfen Sie uns weiter. Ihre Gelder kommen dort hin, wo sie richtig gebraucht werden. Das Hauptprinzip des Vereins ist der direkte Kontakt zur Bevölkerung, vertreten durch das Komitee „APE= Association des Parents d’Élèves, zu Deutsch Gruppe der Schülereltern und COSAN= Comité de Santé, zu Deutsch Gesundheitskomitee als Aufsichtsrat  sowie COGES= Comité de Gestion, zu Deutsch Verwaltungskomitee als Verwaltungskomitee. Die beiden Gruppen sind zuständig für die Krankenstation: Arbeitskontrolle und Einkäufe werden in Zusammenarbeit mit den Vertretern der Bevölkerung und dem Personal der Krankenstation durchgeführt.

Es macht uns einfach glücklich zu sehen, wie sich das Leben in den Dörfern verändert hat. Renate und Boukar denken auch nicht mehr daran, sich im Tschad zur Ruhe zu setzen. Die Beiden haben sich zur Aufgabe gemacht, die Projekte weiter durchzuführen. Sie sehen in diesen Projekten die Chance, dass die jungen Leute zuhause  bleiben. Den Namen „Al Samar“ kennt fast jeder aus der Ethnie von Boukar. In aller Munde ist der Wunsch: „Hätten wir noch paar andere Boukars“.

Dass der Verein diese Erfolge erreicht hat, liegt auch an dem kontunierlichen Engagement von Renate für Förderprogramme im Bereich Bildung und Existenzgründungen.

Die Durchführung der Projekte verlaeuft nicht reibungslos, denn Boukar setzt die allgemeinen Interessen der Bevölkerung in den Vordergrund, was dort Manche anders sehen.

Wir machen  weiter mit demselben Motto: Hoffnung schaffen, Hoffnung auf ein besseres Leben.

Spenden Sie oder werden Sie Mitglied. Mit einem Mitglidersbeitrag von 5 Euro monatlich können Sie uns helfen, dort Existenzen für Frauen und Jugendliche zu schaffen. Al Samar ist als gemeinnütziger Verein (Körperschafts-Steuer-Nr.: 27/660/5483) eingetragen. Daher ist der Verein berechtigt, eine steuerabzugsfähige Spendenbescheinigung auszustellen.

Ihre Hilfe zählt.

Bankverbindung:

Al Samar e. V.                 IBAN: DE53 1001 0010 0563 3981 02

                                      BIC:   PBNKDEFF

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  • Die Gründung des Vereins

Es fing 1990 in Mali an. Während des Aufenthaltes in dem Dorf Dioro (Naehe Segou) besichtigte Renate u.a. eine Geburtsstation, in der es kein Licht gab. In dem Dorf erlebte sie den Tod eines kleinen Maedchens, das auf der Suche nach einer Gelegenheit für die Toilette in ein mit Wasser gefülltes Loch fiel und starb.

Diese Geschichte erzaehlte Renate nach der Rueckkehr ihrer Mutter, einer einfachen Bauersfrau. Die Mutter war so entsetzt dass sie ihr 100 DM von ihrer kleinen Rente gab und sagte:  „ Es kann doch nicht sein, dass die Frauen ihre Kinder im Dunkeln gebaeren muessen und Kinder umkommen, weil es keine Toiletten in der Schule gibt. Du musst unbedingt was machen“.

Mit diesen 100 DM begann die Geschichte von Al Samar e.V.

Gemeinsam mit ihren Freundinnen organisierte Renate kleine Bauchtanzveranstaltungen und sammelte Geld fuer eine Solaranlage für dieses Geburtshaus und finanzierte auch Toiletten in der Schule.

Nach der Eheschließung von Renate und Boukar (siehe Rubrik "Kontakt") im Jahr 1994 reisten sie in den Tschad.  Beide besuchten sein Heimatdorf Mafaling und begannen mit 3000 DM die Projekte in diesem Dorf.

  • Das Dorf Mafaling

Das Dorf Mafaling liegt etwa 270 km von der Hauptstadt N’Djamena entfernt, direkt am Fluss Chari. Mafaling ist ein Bauern- und Fischerdorf.


Ankunft der Besucher aus Berlin. Hier warten sie auf die Übersetzung mit der Pirogue ins Dorf Mafaling

(Bild oben, Februar 2014)






Die urspruenglichen Bewohner (ca 800) stammen aus dem Volk Barma, bekannt als Baguirmi. Durch die Projekte von Al Samar e.V.  siedelten sich immer mehr Menschen an, besonders die Nomaden (Peuhl und Arab-Schua). Somit hat sich die gesamte Gesellschaft geaendert. Im Dorf leben nun Muslime, Christen, Atheisten miteinander und zwar friedlich.

Die neuen Siedler handeln mit Lebensmitteln. Wie es in afrikanischen Doerfern ueblich ist, ist diese Handelsbude zum Männer-Treffpunkt geworden.

Renate Amine beim Calebassentrommeln im Dorf Mafaling (Bild  unten, Dezember 1997)


Renate Amine am Strand von Mafaling (Bild Mai 2001)

Als Boukar nach dem Besuch bei einer alten Frau (Bild 1997 unten) nach Hause gehen wollte, entschied sie sich mitzugehen und sagte: "Ich moechte deine Frau kennenlernen. Wie hast du es geschafft, eine weisse Frau zu heiraten? Schade, dass deine Eltern nicht erleben koennen, was ihr im Dorf durchfuehrt".

Samstag ist der Markttag in Ba-illi Es gehört zu den Handelsaktivitaeten der Bewohner von Mafaling dort hin zu gehen. Menschen, Waren und Tiere muessen mit Pirogen über den Fluss Chari übergesetzt werden.

Angesichts der Entwicklung des Dorfes Mafaling haben die Bewohner im Maerz 2010, nach knapp vier Jahrzehnten, einen eigenen Markt eingeführt: Jeden Donnerstag kommen Besucher aus der ganzen Umgebung.