Hilfe für Frauen und Kinder in Entwicklungsländern e. V

Über uns

Die Gründung des Vereins

Es fing 1990 in Mali an. Während des Aufenthaltes in dem Dorf Dioro (Naehe Segou) besichtigte Renate u.a. eine Geburtsstation, in der es kein Licht gab. In dem Dorf erlebte sie den Tod eines kleinen Mädchens, das auf der Suche nach einer Gelegenheit für die Toilette in ein mit Wasser gefülltes Loch fiel und starb.

Diese Geschichte erzählte Renate nach der Rückkehr ihrer Mutter, einer einfachen Bauersfrau. Die Mutter war so entsetzt dass sie ihr 100 DM von ihrer kleinen Rente gab und sagte:  „ Es kann doch nicht sein, dass die Frauen ihre Kinder im Dunkeln gebären müssen und Kinder umkommen, weil es keine Toiletten in der Schule gibt. Du musst unbedingt was machen“.

Mit diesen 100 DM begann die Geschichte von Al Samar e.V. 

Gemeinsam mit ihren Freundinnen organisierte Renate kleine Bauchtanzveranstaltungen und sammelte Geld für eine Solaranlage für dieses Geburtshaus und finanzierte auch Toiletten in der Schule.

Nach der Eheschließung von Renate und Boukar im Jahr 1994 reisten sie in den Tschad.  Beide besuchten sein Heimatdorf Mafaling und begannen mit 3000 DM die Projekte in diesem Dorf.


Boukar selber stammt aus diesem Gebiet, aus einer ganz armen Bauernfamilie und musste, für die Schulbildung ab der 5. Klasse das Dorf verlassen, lebte bei fremden Familien bis er 1977 das Abitur machte. Als Gymnasiast in Ndjamena, Hauptstadt der Republik Tschad, hatte Boukar die Armut und den Hunger am eigenen Leibe erlebt. Durch den Verein Al Samar e. V. kämpft Boukar dafür, dass Jugendliche, die für die Weiterbildung ihre Eltern verlassen, nicht hungern müssen. Nach seinem Studium zum Politikwissenschaftler (Fachrichtung- Internationale Beziehungen) blieb Boukar Amine in Europa weil er zu tiefst überzeugt darüber war, dass er hier mehr für sein Land was machen kann. Im Jahr 1994 heiratete er Renate Amine in Berlin (Deutschland).

 


Renate Amine ist eine gebürtige Lübeckerin verbrachte auf ihren Reisen durch Indien, Syrien, Türkei, Mali, Marokko und Guinea viel Zeit bei armen Familien. Sie erlebte hautnah die Not der Menschen. Das motivierte sie zur Hilfe zur Selbsthilfe und gründete im Jahr 1991, nach ihrem Umzug nach Berlin, den Verein mit dem Namen „Al Samar, Hilfe für Frauen und Kinder in Entwicklungsländern e. V.“.